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Chronik der Jugendfarm

1980


Der Verein Jugendfarm Bonn wurde von einer kleinen Gruppe junger Leute, größtenteils Pädagogikstudenten, gegründet. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, die Spiel- und Freizeitangebote von Kindern und Jugendlichen zu erweitern. Ihre Idee sollte sich am Modell Jugendfarm Elsental in Stuttgart orientieren. Daher wurde der Vater der Jugendfarmbewegung – Edgar Böhm – nach Bonn eingeladen. Er stellte mit einem eindrucksvollen Filmbericht der Stuttgarter Jugendfarm beispielhaft die Jugendfarmarbeit vor. Die Wirklichkeit in Bonn brachte aber recht bald erhebliche Schwierigkeiten, da die Stadtverwaltung trotz grundsätzlicher Unterstützung dieser Initiative bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück große Probleme zu überwinden hatte.


1984


Endlich kam von der Stadt Bonn das Angebot, das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei in Pützchen am Holzlarer Weg zu nutzen. Die Gewächshäuser wurden abgerissen, dass Gelände mit neuem Boden bedeckt und ein Hügel aufgeschüttet. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude der Stadtgärtnerei wurden umgebaut. Bau- und Einrichtungskosten wurden durch großzügige Spenden von der Sparkasse und dem Familienministerium ermöglicht. Die Verwirklichung der Idee von 1980 ging mit riesigen Schritten ihrer Vollendung entgegen.


1985


Mit einem großen Einweihungsfest nahm die Jugendfarm am 01. Juni 1985 ihren Betrieb auf. Die Stadt unterstützte den Verein mit Personal- und Sachkostenzuschüssen. Zunächst entstanden Ställe für Tiere, in die fünf Pferde, vier Schafe, ein Schwein, 18 Hühner, etliche Gänse, Kaninchen und andere Kleintiere einzogen. Eine Werkstatt und ein Bauspielplatz wurden ins Leben gerufen. Küche und Feuerstelle wurden integriert. Im Hauptgebäude erweiterte ein städtisches Spielhaus die Pädagogischen Angebote. 24 Schüler und Schülerinnen der benachbarten Gesamtschule Bonn-Beuel bildeten eine Arbeitsgemeinschaft und leisteten Pionierarbeit zum Ausbau der Jugendfarm. Grundlegender Gedanke bei diesem Kooperationsprojekt war, dass Schule und Jugendfarm viele gemeinsame Ziele im Sozialisierungsprozess der Kinder haben, jedoch die Jugendfarmarbeit so manches bietet, was Schule nicht hat. Besonders die gestaltbaren und veränderbaren Freiräume bieten mehr sinnliche und Fantasie fördernde Spielanreize als diese im schulischen Kontextbereichen möglich wären. Das Jahr 1985 schloss mit einem großen Weihnachtsbasar ab, auf dem der Verein noch einmal Bilanz ziehen konnte, wie erfolgreich die Errichtung der Jugendfarm Bonn in die Tat umgesetzt werden konnte.


1986


Das Jahr stand ganz im Zeichen der Aufbauphase und war gekennzeichnet durch vielfältige Arbeiten zur Verbesserung der Infrastruktur. Mittlerweile arbeiteten auf der Jugendfarm drei Hauptamtliche und vier Zivildienstleistende. Im Sommer fand erstmals ein internationaler Jugendaustausch mit einer schottischen Jugendfarm statt. Der Vorstand (bestehend aus Ruth Schreyer, Uli Platz und Gerd Hörnemann) begann zusammen mit den Mitarbeitern die Ausarbeitung der pädagogischen Konzeption.


1987


Das Angebot für Vormittagsgruppen, Schulklassen und Kindergärten wurde erweitert. Schwerpunkte wurden auf die Arbeiten an den Außenanlagen und dem Garten gelegt. Ställe wurden erweitert und ausgebaut, Wege fertig gestellt. Langsam erhielt die Farm ihr charakteristisches Gesicht, so wie sie bis heute bekannt und beliebt ist.


1988


Über 300 Kinder und Jugendliche waren mittlerweile auf der Farm „zuhause“, was an den Anmeldezahlen und Versicherungszahlen abzulesen war. In der Realität wurden jedoch weitaus mehr Kinder betreut, was durch die häufigen Besuchergruppen, die außerhalb der regulären Öffnungszeiten die Jugendfarm für Projekte nutzten, zu erklären ist. Die Jugendfarm nahm erstmals mit einem eigenen Umzugswagen unter dem Motto „statt Karneval zur Jufa gehen“ am Holzlarer Karnevalsumzug teil. Der Farmkiosk wurde frisch renoviert und feierlich eingeweiht. Da die Jugendfarm am Fuße des Ennertberges gelegen mit dem vom Berg herunterkommenden Wasser zu kämpfen hatte, wurden Teile des Jugendfarmgeländes mit einem Drainagesystem versehen und ein Wassermatschbereich eingerichtet. Auf dem Bauspielplatz entstand eine große Attraktion für die Kinder: eine 60 Meter lange Seifenkistenrennbahn samt den zugehörigen Seifenkisten. Sie sollte von nun an der neue Hit auf der Farm werden. Leider ließen sich aber auch bereits erste Verschleißerscheinungen feststellen, unter anderem benötigte der Reitplatz dringend einen neuen Belag.


1989


Erfreulich war auf der einen Seite: die offene Kinder- und Jugendarbeit boomte, fast 500 Kinder und Jugendliche waren inzwischen angemeldet und versichert. Hierdurch stieg die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erheblich. Auf der anderen Seite verschlechterte sich die finanzielle Situation durch die ständig steigenden Ausgaben deutlich. Der Verein konnte erfolgreich mehrere Spendenaktionen für sich gewinnen. Die Jugendfarm erzielt außerdem den ersten Preis am Nordrhein-Westfälischen Landeswettbewerb „Spielen in der Stadt“, was 5.000 DM zusätzlich in die stets klamme Farmkasse spülte. Auf dem Bauspielplatz entstand ein großes Holzschiff. Im Tierbereich zog die 12jährige Eseldame Enrico ein. Um den wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können, wurde bei der Stadt Bonn die Einrichtung einer zusätzlichen Pädagogenstelle beantragt.


1990


Auch 1990 gab es wieder ähnlich hohe Besucherzahlen wie im Vorjahr. Im Karnevalszug demonstrierte die Jugendfarm mit einem Motivwagen für den Umbau des Holzlarer Weges vor der Farm zu einer verkehrsberuhigten Zone mit einem Wendehammer, um die Kinder der Farm besser zu schützen. Im Juni des Jahres wurde das Geld für eine zusätzliche Stelle bewilligt. Erstmals organisierte die Jugendfarm einen Parkplatzdienst zu Pützchens Markt. Mit den hierdurch erzielten Einnahmen konnten weitere Finanzierungslücken gestopft werden. Mit Mitteln des Landesjugendplanes wurde im hinteren Bereich der Farm ein Biotop angelegt.


1991


Vor der Jugendfarm wurde der Holzlarer Weg umgebaut. Endlich wurde der ersehnte Wendehammer eingerichtet, um die Gefahren für die Kinder durch vorbeirasende Autos zu verringern. Dies stieß nicht überall auf Gegenliebe, vor allem, weil viele Holzlarer nun einen Umweg fahren mussten. Der Tierbestand wurde um zwei Kühe erweitert. Zwei Jersey-Kälber zogen in den neu gebauten Kuhstall ein. Das zweite internationale Jugendaustauschcamp fand statt. Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern gestalteten Außenfassade und Mauern der Jugendfarm mit bunten Bildern. Leider ereignete sich erstmals auch ein tragisches Unglück auf der Jugendfarm: Das Pony Lady geriet im Winter auf den zugefrorenen Weiher neben der Farm, brach ein und starb.


1992


Das ganze Jahr über bedrohten schwarze (Finanz-)Wolken die Arbeit der Farm. Verschiedenste Bemühungen sollten an dieser Haushaltsschieflage etwas ändern. Erstmals wurde auch ein Konzept der Ganztagsbetreuung diskutiert, um die Arbeit auf der Jugendfarm langfristig zu sichern. Der Jugendbereich florierte zunehmend. Farmkinder, die von Anfang an dabei waren, waren inzwischen in einem Alter, dass sie die Farm fast schon wieder hätten verlassen müssen. Für diese Gruppe von Jugendlichen ergab sich der Bedarf, die Farm auch in den Abendstunden zu öffnen. Dies stieß aber vor allem an finanzielle Grenzen: eine weitere halbe Stelle für den Jugendbereich konnte nicht geschaffen werden.


1993


Das Haushaltsdefizit weitete sich aus. Erstmals seit Bestehen war die Jugendfarm von der Schließung aus finanziellen Gründen bedroht. Änderungen in der Haushaltsplanung und eine Nachzahlung durch das Jugendamt sowie ein sehr erfolgreicher Spendenaufruf an die Bevölkerung, retteten die Jugendfarm vor dem Aus. Nachfolgend wurden erste Verhandlungen mit dem Jugendamt zum Thema Ganztagsbetreuung geführt. So konnten neue Angebote für Schulkassen und Kindergärten ins Leben gerufen werden. Auf dem Reitplatz wurde mit dem Ponytag ein neues pädagogisches Konzept eingeführt, wonach jedes Kind einen festen Tag zur Betreuung „seines“ Ponys erhielt. Das pädagogische Jahr stand ganz im Zeichen des Mittelalters. Ritter lieferten sich in Burgen mit Zugbrücken, zu Fuß und zu Pferd große Schlachten, was vor allem im Sommer bei den Kindern zu großer Begeisterung führte.


1994


Das Jahr stand ganz im Zeichen von Planung und Errichtung einer Tagesgruppe als Erziehungshilfeangebot auf der Jugendfarm. Hierzu mussten ein Kredit aufgenommen, die Farmhäuser saniert und umgebaut, ein Bürocontainer errichtet und der Umzug des Spielhauses in andere Räumlichkeiten organisiert werden.


1995


Die Farm feierte ihr 10 jähriges Jubiläum. Pünktlich im Januar öffnete die neue Tagesgruppe mit drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen ihre Pforten. Das Sekretariat der Jugendfarm konnte in einen Bürocontainer auf dem Platz einziehen. Buchhaltung und Personalverwaltung wurden auf EDV umgestellt. Die ‚Größe’ der Jugendfarm machte es inzwischen notwendig, dass eine hauptamtliche Geschäftsführung eingestellt wurde, um den ehrenamtlichen Vorstand zu entlasten. Die Jugendfarm übernahm die Trägerschaft des städtischen Spielhauses Holzlarer Weg, das auf dem Farmgelände integriert war. Mit einer speziell hierfür ausgebildeten Kraft konnte das Heilpädagogische Reiten als eigener Programmpunkt eingeführt werden.


1996


Der Pferdebereich bekam endlich seine lang ersehnte Vergrößerung: Pferdeställe und Reitplatz wurden erweitert und eine Sattelkammer wurde gebaut. Um den Kindern im Pferdebereich einen Aufenthaltsraum zu bieten wurde das ‚Reiterstübchen’ eingerichtet. Für das Heilpädagogische Reiten wurde „Draumur“ angeschafft. Durch seine besondere Ausgeglichenheit wurde die Einsatzmöglichkeit der Pferde erheblich erweitert. Auf dem Bauspielplatz wurde die Go-Kart-Bahn vergrößert und komplett saniert. In einem Kooperationsprojekt mit der Tertia GmbH wurden spezielle Fahrzeuge gebaut und die Infrastruktur der Farm verbessert.


1997


In diesem Jahr lag das Leben und Sterben auf der Farm eng beieinander: Leider verstarb unser Esel Enrico. Dafür boomte es bei den Schweinen. Um dem vielfachen Nachwuchs gerecht zu werden, wurde eine neue Futterküche konzipiert und gebaut. Das WDR-Fernsehen produzierte ein einstündiges Feature über die Jugendfarm. Auf dem Bauspielplatz entstand ein großer Steinbackofen. Gleichzeitig begannen die Bauarbeiten zu „Jufanzatown“, einer Westernstadt mit Saloon und aufregenden Hängebrücken.


1998


Wegen des großen Bedarfes wurde der Pferdebereich erneut erweitert. Der Kaltblutmix Ambos zog ein, damit die Heilpädagogin auch mit älteren Jugendlichen würde arbeiten können. Der WDR besuchte die Farm und berichtete über die integrative Arbeit mit Pferden und behinderten Menschen. Auf der Farm begann eine groß angelegte Begrünungsaktion: über 100 Obstgehölze wurden verteilt und eingepflanzt. Die große Go-Kart-Bahn auf dem Bauspielplatz war baufällig und musste zur Trauer der Kinder abgerissen werden. Die Jugendfarm beteiligte sich an der „Karawane zur Kinderfreundlichkeit“, die auch in Bonn halt machte. Gott sei Dank hatte sich die finanzielle Situation durch den Betrieb der Tagesgruppe stabilisiert.
Mittlerweile bestand das Mitarbeiter-Team der Jungendfarm aus insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie vier Zivildienstleistenden.


1999


Ein Einbruch ins Büro der Jugendfarm und die Entwendung von PCs und wichtigen Unterlagen belasteten die Vereinsarbeit massiv. In stundenlanger Kleinarbeit mussten alle Mitgliederdaten und sonstigen Dokumente der komplett auf EDV umgestellten Verwaltung rekonstruiert werden. Der Umbau und Neubau von Stallungen wurde besonders dringlich. Erfreulicherweise half ein Sponsor bei der notwendigen Realisierung mit 20.000 DM. So konnten Ställe verlegt und Ausläufe vergrößert werden. In Kohlkaul fand ein Kinderforum zur Einrichtung eines Spielhauses am Finkenweg statt. Die Jugendfarm erklärte sich nach intensiven Diskussionen bereit, in die Planung einzusteigen und eine Konzeption zu entwickeln.


2000


Die Planungsphase auf dem Spielplatz Finkenweg begann mit Hilfe von Mitteln des Jugendhilfeplans und Fördermitteln der Stadt Bonn. Im Sommer begann die offene Arbeit in einer provisorischen Bauwagensiedlung und mit z.T. gespendeten Wohnwagen. Auf der Farm selbst begannen die Planungen für eine zweite Tagesgruppe. Fünf Jahre erfolgreiche Arbeit in diesem Bereich der Erziehungshilfen ermutigten den Farmvorstand zu einer Vergrößerung des Angebotes. Mit dem Jugendhilfeträger Motiviva e.V. aus Bonn wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, um gemeinsame Ressourcen zu bündeln. Im Verein wurde eine neue Managementstruktur eingeführt, die der vergrößerten Einrichtung und Mitarbeiterzahl Rechnung tragen sollte. Kürzungen der Stadt Bonn im Kinder- und Jugendbereich führten zu einer gemeinsam mit vielen anderen Bonner Trägern ins Leben gerufenen Unterschriftenkampagne.


2001


Die Kürzungen im Bereich der Offenen Jugendarbeit waren endlich vom Tisch. Mit der Stadt Bonn sollten Förderverträge geschlossen werden. Auf dem Spielplatz Finkenweg wurden die Bauanträge für die Infrastruktur genehmigt, so dass erste Aufträge für die Anschlussarbeiten vergeben werden konnten. Nach einigen Schwierigkeiten in der Planung konnten endlich zwei Eisenbahnwaggons für den dringend benötigten Jugendtreff aufgestellt werden. Die Aktion Mensch stiftete zum Aufbau des Jugendtreffs 50.000 DM. Die Jugendfarm erhielt den Teich und den angrenzen Garten in ihre Verwaltung zurück, um hier erweiterte Angebote für Kinder zu installieren. Die Umbauarbeiten im ehemaligen Wohnhaus Holzlarer Weg 74 begannen. Auf der Farm wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten begonnen. Reitplatz und Zaunanlage wurden komplett erneuert. Die IKEA-Stiftung stellte hierzu 50.000 DM zur Verfügung.


2002


Die zweite Tagesgruppe im ehemaligen Wohnhaus nahm ihren Betrieb auf. Hier würden künftig 14 Plätze für Kinder zur Verfügung stehen. Erstmals beteiligte sich die Farm am Sommerferienprogramm der Stadt und bot eine Stadtranderholung an. Auf dem Finkenweg fand wieder ein internationales Jugendworkcamp statt, bei dem die gesamte Anlage ausgebaut und verschönert wurde. So wurden vier befestigte Grillplätze angelegt und die Eisenbahnwaggons bunt bemalt. Mittlerweile beschäftigte die Farm gut 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie viele Übungsleiter.


2003


Auf der Jugendfarm wurde ein neues Erziehungshilfeangebot geschaffen: flexible Tagesbetreuung im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. An der Gartenschule in Beuel entstand mit Fördermitteln des Landesjugendamtes ein neues Betreuungsprojekt: Der Nami-Club. An der Marktschule in Pützchen übernahm die Jugendfarm die Übermittagsbetreuung der „Maulwürfe“ und richtete zwei neue Gruppen ein. Gleichzeitig wurde das 8-bis-13-Uhr-Betreuungsprogramm initiiert. Auf dem Finkenweg fanden große Umbaumaßnahmen statt. Der ehemalige Jugendtreff des Hüttevereines in Neu-Vilich stiftete seine Containeranlage, die aufwendig saniert wurde. So entstand ein neues Betreuungshaus. Auch hier wurde ein Schülertreff eingerichtet.


2004


Der Jugendtreff am Finkenweg wurde wegen der großen Nachfrage erneut vergrößert und öffnete nun auch in den Abendstunden. Die zweite Gruppe der flexiblen Tagesbetreuung mit älteren Jungs startete. An der Marktschule wurde eine dritte Betreuungsgruppe eingerichtet. Gleichzeitig liefen die Vorplanungen mit der Marktschule zur Umwandlung in eine Offene Ganztagsschule.


2005


An der Gartenschule entstand ein neues Betreuungsprojekt: „OGS plus“, ein Kooperationsprojekt zwischen Schule, Jugendamt und Jugendfarm mit insgesamt 16 Plätzen. Nach den Sommerferien startete die offene Ganztagsschule (OGS) an der Marktschule. Alle bisherigen Betreuungsplätze wurden in dieses Projekt überführt. Die Stadt baute hierzu ein neues Gebäude mit insgesamt vier Betreuungsräumen. Die Mitarbeiterzahl ist auf mittlerweile 45 Mitarbeiter angestiegen.

Im September 2005 feierte die Jugendfarm mit einem großen Jubiläumsfest ihr 20-jähriges Bestehen.


2006


Im Januar 2006 bekommt der Reitplatz einen neuen Belag. Nach den Sommerferien werden an zwei weiteren Grundschulen Offene Ganztagsschulen (OGS) von der Jugendfarm Bonn e.V. eingerichtet, die damit auch die Trägerschaft übernimmt: an der GGS Am Pleiser Wald in St. Augustin und an der GGS Robert-Koch-Schule in Bonn-Bad Godesberg. Die OGS Marktschule wird erweitert. Dazu wird von der Stadt Bonn ein Erweiterungsbau zur Verfügung gestellt. Im November geht in der OGS+ Gartenschule ein neu konzipierter NaMi-Club dank der Unterstützung durch die "Stiftung Mensch" an den Start. Die OGS+ selbst verlässt die bisherigen Räume, die der Nami-Club übernimmt, und erhält Räume im nunmehr ausgebauten Dachstuhl der Gartenschule.


2007


Zum 1. März übernimmt die Jugendfarm eine weitere Tagesgruppe (die dritte), die in Tannenbusch untergebracht ist. Der Spielplatz Finkenweg wird im Sommer umgebaut. Die Erweiterung der OGS Marktschule ist abgeschlossen. Ab dem Schuljahr 2007/08 werden dort 150 Kinder betreut. Nach den Sommerferien werden an zwei weiteren Grundschulen Offene Ganztagsschulen (OGS) eingerichtet, bei denen die Jugendfarm die Trägerschaft der nachschulischen Betreuung im Offenen Ganztag übernimmt: an der Gottfried-Kinkel-Schule (Oberkassel) und an der Gotenschule (Plittersdorf). Im Laufe des Sommers entscheiden sich weitere Schulen für die Jugendfarm als Kooperationspartner im Offenen Ganztags: die KGS Ippendorf, die KGS Laurentiusschule (Lessenich) und die Förderschule Gutenbergschule (Sankt Augustin). Im Herbst wird die Flexgruppe 3 vom Finkenweg auf die Farm verlegt und mit der Flexgruppe 1 verschmolzen. Die Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen steigt auf 140.


2008


Im Mai wird die Jugendfarm Kooperationspartner des Brüser Dorfs Bonn e.V.. Im Juni eröffnet die Jugendfarm auf einem Bauernhof in Bornheim die vierte Tagesgruppe. Zum Schuljahr 2008/09 übernimmt die Jugendfarm an der OGS Sankt Augustin-Hangelar die Kooperationspartnerschaft mit der kath. und ev. Grundschule in Hangelar. Die Kooperation mit der Gottfried-Kinkelschule wird dagegen aufgelöst.


2009


Im Fachbereich Jugendhilfe und Schule verzeichnet die Jugendfarm in den OGSen steigende Kinderzahlen. Das Betreuungsangebot wird auf drei weiterführende Schulen ausgebaut (Beethoven-Gymnasium, Realschule Beuel, Theodor-Litt-Schule). Das neue Ferienangebot "Mini-Beuel", das der Fachbereich "Offene Arbeit" zusammen mit Kooperationspartnern zum ersten Mal präsentiert, ist ein riesiger Erfolg. Das Angebot wird voraussichtlich im Jahr 2011 wiederholt. Die Jugendfarm Bonn präsentiert sich in einer Broschüre ausführlich als eine moderne Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe - » hier [1.698 KB] ist der Download! Unser betreuter Spielplatz Finkenweg erhält den Bonner Integrationspreis. Auch gewinnt er die Ausschreibung "Handwerk fördert Jugend". Der Gewinn besteht in Handwerker-Leistungen im Wert von 10 000 €. Ein neuer Jugendtreff soll damit entstehen.


2010


Der neue Jugendtreff auf dem Spielplatz Finkenweg wird errichtet und im Mai feierlich eröffnet. Der Runde Tisch gegen Kinderarmut startet einen Wettbewerb, bei dem sich Kinder und Jugendliche kreativ mit dem Thema Kinderarmut beschäftigen sollen. Die Kinder des Spielplatzes Finkenweg gewinnen mit einem selbst getexteten und komponierten Lied. Sie erhalten Freikarten für die Kinderoper. Auf der Farm halten neue tierische Pädagogen Einzug: ein Truthahn und eine Truthenne. Außerdem wird die Eselherde mit dem Esel "Frits" wieder auf vier aufgestockt. Der Fachbereich "Hilfen zur Erziehung" erweitert seine Angebote: Hinzukommen das Angebot "Heilpädagogischens Reiten und Voltigieren" im "Sonnenstall" (Stieldorferhohn/Königswinter) und die flexible heilpädagogische Tagesbetreuung auf Gut Ostler (kurz Flex III). Der Fachbereich "Jugendhilfe und Schule" übernimmt die Hausaufgabenbetreuung am Friedrich-Ebert-Gymnasium. Der Fachbereich erhält die Genehmigung für die Durchführung von "Freiwilligem Sozialen Jahr" in Offenen Ganztagsschulen. Zwei FSJler/-innen nehmen ihre Arbeit auf.


2011


Im Januar startet die Anmeldung für das Sommerferienprogramm "Mini-Beuel", das der Fachbereich "Offene Arbeit" zusammen mit Kooperationspartnern (Kleiner Muck e.V., ev. Kirchengemeinde Bonn-Beuel) in den Sommerferien durchführt. Bereits am ersten Tag der Anmeldung gehen über 600 Anmeldungen ein, so dass am nächsten Tag die Verstaltung bereits als "ausgebucht" deklariert werden muss. Ab April übernimmt die Jugendfarm die Trägerschaft des "Brüser Dorfes" auf Wunsch der Stadt Bonn und erweitert somit den Fachbereich Offene Arbeit um einen dritten Standort. Ende Juni wird der letzte Zivildienstleistende verabschiedet: Robin Röscheisen. Die Jugendfarm Bonn erhält die Anerkennung für weitere Plätze im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahren (FSJ). All diese Stellen werden auch für den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) geöffnet. Der Bereich Offene Arbeit/Farm erhält die Anerkennung für zwei Stellen im Rahmen des Freiwillgen Ökologischen Jahres (FÖJ).


2012


Die Jugendfarm Bonn kooperiert nun mit einer weiteren weiterführenden Schule in Bonn, dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, und übernimmt dort die Trägerschaft der nachmittäglichen Hausaufgabenbetreuung. In der Förderschule Gutenbergschule in Sankt Augustin übernimmt die Jugendfarm die Trägerschaft der Schulsozialarbeit im Auftrag der Stadt. Es werden weitere Stellen für das Freiwillige Jahr/Bundesfreiwilligendienst im Fachbereich "Hilfen zur Erziehung" und im Fachbereich "Jugendhilfe und Schule" eingerichtet.


2013


Die Jugendfarm Bonn mietet zusätzlich ein Haus, da die bisherige Geschäftsstelle (Am Weidenbach 74) aus allen Nähten platzt, und baut diese zur neuen Geschäftsstelle um. In den Osterferien zieht die Verwaltung dorthin (Adresse: Holzlarer Weg 18). Die Räume der ehem. Geschäftsstelle werden den Fachbereichsleitungen zur Verfügung gestellt, die somit aus den improvisierten Büros (Container!) auf der Farm ausziehen können. Die im Souterrain der Engelsbachschule gelegene OGS der Engelsbachschule in Ippendorf wird bei einem schweren Unwetter von den Wassermassen geflutet. Die OGS muss für lange Zeit in ein großes Zelt ausweichen. Kinder-und Jugendtreff auf dem Spielplatz Finkenweg werden von einer Einbruchsserie erschüttert, die mit Vandalismus gekoppelt ist und daher großen Sachschaden zur Folge hat.


2014


Die Jugendfarm Bonn erweitert ihr Angebot und eröffnet in der Rottlandstraße eine Großtagespflegestelle, in der neun Kinder, die unter drei Jahre alt sind, betreut werden. Die Fachbereichsleitungen ziehen in das Dachgeschoß der Geschäftsstelle. In die ehemalige Verwaltung der Jugendfarm, in der sie ein Jahr untergebracht waren, zieht der Bereich "Flexible Hilfen/ambulante Hilfen" des Fachbereichs "Hilfen zur Erziehung" ein, der gleichzeitig sein Angebot für Familien, die Unterstützung brauchen, ausbauen kann.
Im Spielhaus im Brüser Dorf wird nach den Sommerferien ein extrem hoher Schimmelbefall festgestellt, verursacht durch ein unsichtbares Leck an einem Sicherheitsventil. Das Spielhaus ist unbewohnbar geworden und muss geschlossen werden. Die Tagesgruppe dort muss vorübergehen in gemietete Räume in Tannenbusch ziehen. Durch eine großzüge Spende bekommt der Spielplatz Finkenweg einen Bauwagen. Dort wird ein Teenie-Treff eingerichtet für all die, die aus dem Kindertreff herausgewachsen sind, sich aber im Jugendtreff noch nicht so richtig aufgehoben fühlen. Die Jugendfarm beteiligt sich an der Gründung eines Trägernetzwerkes der "Jugendhilfe" in Bonn. Die OGS Engelsbachschule kann über ein Jahr nach dem Unwetterschaden in die nun renovierten Räume der Schule zurückziehen.


2015


Das Spielhaus im Brüser Dorf kann nach der Grundsanierung, bei der der Schimmelbefall - ausgelöst durch einen Wasserschaden - beseitigt wurde, wieder geöffnet werden. Auch die Tagesgruppe kehrt wieder dorthin zurück. Die Mitarbeiterzahl der Jugendfarm ist auf 250 gestiegen. Hinzu kommen ca. 125 Übungsleiter/-innen.

Das 30-jährige Bestehen der Jugendfarm wird mit einem großen Jubiläumsfest gefeiert.