Sie sind hier: Kommunale Bildungslandschaften
Zurück zu: Offene Arbeit
Allgemein: Die am häufigsten gestellten Fragen Stellenangebote Sponsoren Spenden Links Links für Kinder Inhaltsverzeichnis Impressum/Disclaimer Datenschutz

Suchen nach:



Modellprojekt Kommunale Bildungslandschaften



Kommunale Bildungslandschaften aus der Sicht der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Familienbildung

Unter diesem etwas sperrigen Titel beteiligt sich die Jugendfarm Bonn an einem richtungsweisenden Projekt der AGOT NRW (Dachverband der Offenen Arbeit).
Dazu ein kurzer Auszug aus dem Projektmittelantrag zur Begleitforschung:

„Mit dem Gestaltungsprinzip lokaler Bildungslandschaften soll den lebensweltlichen Folgen eines weitgehend separierten und unkoordinierten Systems von Bildung, Betreuung und Erziehung begegnet werden. Dabei wird angestrebt, dass nicht nur die Kooperation der beteiligten Akteure eine neue Qualität erfährt, sondern dass ebenfalls die strukturellen Grundlagen zu reformieren sind. Zentrales Ziel der Kooperation ist somit weniger die Veränderung von Institutionen, sondern vielmehr die Gestaltung von Bildungsbedingungen, die auf die Bedürfnisse junger Menschen ausgerichtet sind. Die Kooperation geht somit über die Orientierungen an den je spezifischen Bildungsverständnissen sowie -zuständigkeiten hinaus und erweitert den Blickwinkel der Beteiligten. Mit Blick auf diese reform- und strukturorientierte Zielsetzung wird in der Fachliteratur durchgängig betont, dass dieses Vorhaben in starkem Maße voraussetzungsvoll ist – sowohl hinsichtlich der Ressourceneinsätze und Bereitschaften der beteiligten kollektiven Akteure als auch bezüglich des vielschichtigen Vernetzungsprozesses selbst…“

Um dem weitgehend separierten System von Bildung, Betreuung und Schule entgegenzuwirken, hat die Jugendfarm Bonn bereits frühzeitig begonnen, entsprechende Vernetzungsstrukturen aufzubauen und systemübergreifend zu arbeiten.
So entstand beispielsweise 1994 die bundesweit erste Tagesgruppe aus dem Pflicht-Bereich der Hilfen zur Erziehung nach § 32 SGB VIII, die vollständig in den Betrieb von offener Kinder- und Jugendarbeit integriert wurde und bis heute sehr erfolgreich funktioniert. Weiterhin entstand ein Kooperationsprojekt mit der lokalen Förderschule, mit dem im Jahre 2000 begonnen wurde und das mittlerweile so ausgereift ist, dass notwendige Hilfen zur Erziehung vollständig in den Schulalltag mit Ansätzen aus der Offenen Arbeit integriert sind. Daneben existieren bereits vielfältige Projekte, bei denen unser Wissen aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in die Ganztagsbetreuung an den kooperierenden Schulen einfließt. Und wie bereits im Text oben geschildert: Es braucht einiges an Zeit und Ressourcen, um solche Prozesse zielorientiert weiterzuführen.
Daher freuen wir uns ganz besonders, dass die AGOT NRW uns mit in den Projekt-Plan aufgenommen hat. Unter dem Arbeitstitel: „Bildung bewegt Bonn – Offene Arbeit gestaltet Orte in der Bildungslandschaft“ wird es (vorbehaltlich der endgültigen Mittelzusage durch das Land NRW) drei Jahre lang darum gehen, Kooperations- und Vernetzungsstrukturen so aufzubauen, zu erweitern und bestehende zu pflegen, dass der Bildungsbegriff ein erweitertes Verständnis erhält und die offene Kinder- und Jugendarbeit als wichtiger Akteur bei der Gestaltung lokaler Bildungslandschaften wahrgenommen wird. Der Arbeitsschwerpunkt liegt dabei zu gleichen Teilen auf einem Engagement bei unserem Projektpartner „Uns Huus“, einem Jugendzentrum unter Trägerschaft des Caritasverbandes für die Stadt Bonn, und auf Projekten der Jugendfarm selbst.
Welche konkreten Ideen, Strukturmerkmale und Zielsetzungen mit dem Projekt verbunden sind, können Sie in der ausführlichen Projektbeschreibung [342 KB] nachlesen.